Die Räume von Fiorio

Die Atmosphäre und die Tradition des neunzehnten Jahrhunderts

EINRICHTUNG, FRESKEN UND SORBETSI

Carlo Alberto di Savoia, ogni mattina, prima delle questioni di Stato, chiedeva che cosa si dicesse al Fiorio, perché era il circolo dei più influenti conservatori, come Prati, Collegno, Balbo, Lisio, Santarosa, per i quali la libertà era una lenta conquista civile a cui bisognava allenare il popolo perché non la sciupasse.
Lo frequentarono Cavour, Rattazzi, D’Azeglio. Fu “casa” del povero epigrammista Baratta. Dal 1930, la sala “Il Vagone” ospitò riunioni antifasciste. Sapore sette-ottocentesco; bancone in marmo giallo del 1920 e bussola d’ingresso laterale liberty.
Conserva i segreti dei gelati più famosi di Torino, amati da Nietzsche.

Der Gast im Jahre 1780 trat in ein bescheidenes Café ein, dessen Hauptmerkmal – wie für die meisten der europäischen Kaffeehäuser in jener Zeit – die schwache Beleuchtung durch Kerzen war.

Die Räume, die sich einer nach dem anderen öffnen, schienen wegen des Lichtmangels enger. In den ersten Jahrzehnten schuf man Abhilfe in der Manier des Pariser Café Procope, indem man überall Spiegel anbrachte, so dass die Beleuchtung verdoppelt wurde. 1838 wurde in Turin die Gasbeleuchtung in den öffentlichen Straßen eingeführt, und viele Lokale passten sich dieser Technik an.

Das Fiorio konnte sich dem nicht entziehen, allerdings brachte die neue Beleuchtung die Fehler und Schäden der Räume ans Licht, die vorher im Halbschatten gedämpft erschienen waren. Um das zu ändern, entschied man sich zur Renovierung. 1845 gestalteten berühmte Maler und Handwerksmeister wie Gonin, Morgari, Gerbi, Busca, Barra und der Bildhauer Bogliani das Café neu. Rote Samtsofas verwiesen die zerschlissenen Stühle und Diwane auf den Boden, neue Spiegel verschönerten die Wände. Jeder mögliche Verfall wurde ausgetrieben.

Das Fiorio, das seit jeher als Café der Adeligen betrachtet wurde, wurde dank der Modernisierung auch vom bekannteren Bürgertum frequentiert, das höheres Prestige erreichen wollte. Die neue Kundschaft war so zahlreich, „dass es sogar ein wenig geräuschvoll wurde“.

Fast ein Jahrhundert danach bewahrte das Fiorio, das sich selbst treu geblieben war, noch viele Spuren aus jener prunkvollen Zeit. In den harten Jahren der Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Fiorio wieder zum Ausdruck der Lebenslust der Turiner. In dem großen Salon im Erdgeschoss spielte ein kleines Jazzorchester und die Paare tanzten auf dem langen Linoleumboden, der den Saal längs durchquerte. Sie drehten sich fröhlich zur Musik von Glenn Miller und vergaßen alle täglichen Sorgen.

Nachdem das Linoleum durch einen schönen Teppich und das Kunstleder, mit dem die Sofas in den fünfziger Jahren bezogen waren, durch neuen roten Samt ersetzt worden ist, vermag heute das Fiorio seine ruhige, traditionelle Atmosphäre mit den Ansprüchen des heutigen Publikums in Einklang zu bringen: ein bewusstes Gleichgewicht, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmilzt.

Adresse
Via Po, 8 Torino 10121
Telefon
+39 011 817 3225
Email
info@caffefiorio.it
Web
http://www.caffefiorio.it

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